wochenschau lydia miriam *14.09.2003
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"Die Welt ist rund. Und der Ort, der wie das Ende der Welt aussieht,
ist vielleicht nur der Anfang."
(Ivy Parker Priest)


(Text original vom Januar)

So, meine Lieben, wie fange ich nur an?

Zunächst einmal dürfte euch aufgefallen sein, dass wir einen neuen "Look" haben. Ja, ich war das alte Design einfach Leid, jetzt wollte ich etwas erwachseneres, wenn auch noch mädchenhaftes, aber doch nicht mehr ganz so verspieltes für Lydias Wochenschau haben.

Ihr fragt euch vielleicht, warum ich nach so langer Zeit nun doch weitermache. Ich gebe zu, ich hatte sehr wenig Zeit und habe mich desöfteren auch gefragt, ob ich nicht ganz aufhören sollte. Aber dann gingen mir immer wieder die lieben Menschen durch den Kopf, die ich durch die Wochenschau kennen gelernt habe, die tollen Erlebnisse, die ich aufgrund dessen hatte, sowie die "Funktion" der Wochenschau an sich, die mir sehr geholfen hat, als es mir nicht gut ging.

Und dann dachte ich auch mal daran, dass ich mich an meine ersten 5 Lebensjahre so gut wie überhaupt nicht erinnern kann und dass es doch schön für Lydia wäre, eines Tages nachlesen zu können, und sehen zu können, was so alles passiert ist in ihren jungen Jahren. Außerdem bin ich, wie ich euch schonmal erzählt habe, überhaupt nicht in der Lage, ein "offline" Tagebuch zu führen.

Das bin übrigens ich, zusammen mit meinem Vater, meinen englischen Großeltern (rechts) und meiner deutschen Oma (die Großeltern leben leider nicht mehr). Wie alt ich da bin kann ich nur raten (oder hoffen, dass Lydias Großeltern das hier lesen und es mir verraten ;-)):

So denn, legen wir mal los, bevor ich euch nur wieder endlos langweile ;-).

Ein Weihnachtsgeschenk für Lydia (Mütze und Schal). Beim Anziehen sagt sie jetzt immer "von Nicole" (Dankeschön nochmal ;-))


Weihnachten und Neujahr waren sehr ruhig. Ich hatte mich eigentlich ziemlich davor gefürchtet, denn alles hat zu, jeder fährt weg, die Krippe hat zu, und nicht einmal Lydias Vater war da (weil in Athen), um mir Lydia mal abzunehmen. Trotzdem hatten wir eine gute Zeit, haben uns super verstanden und uns gar nicht einsam gefühlt, denn einige unserer lieben Freunde waren doch noch hier.

Am 03. oder 04. Januar kam Lydias Papa dann wieder. Ihr hättet mal ihr Gesicht sehen sollen, sie hat sich so gefreut, das war so niedlich. Sie sah ihn schon von der Fähre fahren ("da ist Papas Auto"), wo wir wohlweislich hingefahren waren, damit sie verstand, dass der Papa, der ja nun "mit dem Boot nach Athen" gefahren war, auch mit dem Boot wiederkam. Ein tolles Geschenk von den Pateneltern brachte er für Lydia mit:

Hier ein seltenes, wenn auch nicht schönes Bild von Mama und Tochter ;-).

Die Mama wurde am 08. Januar übrigens 37 Jahre alt. Ich gehe jetzt hart auf die 40 zu und kann es selbst kaum glauben ;-). Meine Friseurin meinte gestern allerdings zu mir, dass ich noch erheblich jünger aussehe (sofern ich mir die weißen Haare färbe, aber das tu ich ja *g*). Darum lerne ich wahrscheinlich auch Männer kennen, die erheblich jünger sind als ich (ist schon komisch, die kommen mir dann gar nicht mal so viel jünger vor, aber das wird wohl daran liegen, dass ich mich nicht an mein fortgeschrittenes Alter gewöhnen kann).

Hier ein Ausschnitt aus einer Unterhaltung, die ich neulich mit einem jungen Mann hatte. Ich war mit Angelikí Kaffee trinken und ein Freund von ihr kam an unseren Tisch.

Sagt er zu Angeliki "was hat sie für schöne Augen"!
Sag ich zu Angeliki "ist der noch frei?".
Sagt Angeliki "ja".
Sag ich zu ihr "aber der ist wahrscheinlich sehr jung".
Sagt Angeliki zu mir "ja".
Protestiert er "NEEEEEEEEEEEEEEEEIN! ICH BIN 27!!!"
Sag ich zu ihm "siehst du, ich bin genau 10 Jahre älter als du".

Dazu fiel dem jungen Mann nix mehr ein *g*.

Jetzt mal ein paar einfach so durcheinander...

Ein paar Wetteransichten von Anfang Januar.

Das ist alles ein- und derselbe Sonnenuntergang:

Lydia ist eine fröhliche Maus. Beim Baden hat sie ganz besonders viel Spaß.

Ich müsste auch noch etwas über Lydias Entwicklung berichten.

Sprachlich entwickelt sie sich immer schneller weiter. Es ist einfach zu süß, was sie so alles sagen kann, und das in zwei Sprachen. Mir fällt es zwar manchmal schwer, aber ich spreche meistens Deutsch mit ihr. Griechisch spricht sie aber lieber und sie kann schon ganz toll diese ganzen griechischen Kinderlieder singen, das ist vielleicht niedlich.

Hier ist ein Video, wo ich sie dazu auffordere, eins zu singen. Es ist zwar ein "schweres" Video, fast 6 MB, aber allein ihr Lächeln ist es allemal wert! Strahlt dieses Kind nicht über beide Ohren?

Hier ist noch ein Badewannenvideo, nur 2,5 MB (für die, die der griechischen Sprache nicht mächtig sind: sie erzählt mir hier, dass *ich* ein braves Mädchen bin ;-)).

Nachdem wir in der Stadt öfter mit unserem (äh meinem, Lydia hat ja noch keinen *g*) Zahnarzt Kaffee trinken waren, und der mir immer wieder ins Gewissen geredet hat, ich möge ihr doch bitte den Schnuller abgewöhnen, und Lydia sowieso alle bis auf wenige kaputtgebissen hat, habe ich mir dann ein Herz gefasst und ihr gesagt, jetzt gäbe es nur noch nachts den Schnuller, sie sei schon ein großes Mädchen. Ich hatte, bei ihrem Schnullerwahn, mit ganz viel Terror, mindestens 3 Tage lang, gerechnet, aber nix da, sie hat am ersten Tag einmal gefragt und mehr nicht! Jetzt gibt sie mir den Schnuller morgens sogar zur Verwahrung bis zum Abend freiwillig zurück *g*.

GOTT SEI DANK, denn ich habe mich schon fast gar nicht mehr in die Stadt getraut. Lydia hat das übrigens voll mitgekriegt. Einmal fuhren wir an dem Café vorbei und Lydia sagte, dort wäre der "Doktor", der den Schnuller schlecht findet ;-).

Und dass Lydia nun nicht mehr in meinem Bett, sondern in ihrem und öfters auch durchschläft, haben wir eigentlich auch dem "Doktor" zu verdanken. Ich hatte ihm das nämlich auch erzählt und er meinte, sie tanzte mir auf dem Kopf herum (zur Info: Lydia schlief in meinem Bett, neben und zuletzt fast nur noch "auf" mir, und wachte mehrmals die Nacht auf). So beschloss ich dann eines Tages, auch das durchzuziehen, und was geschah? Es gab genau 50 Minuten Geheule, ich habe sie immer wieder zurückgetragen, und dann schlief sie ein und durch! Das tut sie jetzt auch immer und in sagen wir mal 2 von 3 Nächten, nur manchmal wacht sie 1-2x auf. Ihr könnt euch sicherlich daran erinnern, wie schlafmangelgeplagt ich war. Welche Änderung meiner Lebensqualität das bedeutet, brauche ich euch wohl kaum zu sagen, oder?

Da sie jetzt auch keinen Mittagschlaf macht (bis auf manchmal ein Bisschen, wenn sie auf dem Sofa einschläft oder im Auto), geht sie gegen 20h ins Bett.

Hier ein paar Schlaffotos (entgegen unserer Tradition in der Mitte, nicht am Ende!):

Obwohl dieser Winter klirrend kalt ist (ich habe in 3 Wochen für 100 Euro Heizöl verbraucht, OBWOHL ich hier in dicken Wollsocken und 3 Pullis rumlaufe *g*), scheint in Griechenland ja trotzdem desöfteren die Sonne und wir gehen spazieren. Auch auf die Gefahr hin, dass die Griechen uns am liebsten einbuchten möchten, weil man ein armes Kind ja unter +12°C nicht ausführt (ihr erinnert euch vielleicht).

Hier pflücken wir ein Bisschen Oregano, Lydia tut mal gelangweilt...

Lydia hat die Aufgabe, es zu prüfen, für gut zu befinden und mit ihrem Puppen-Karotsi nach Hause zu befördern (Kinder wollen sich nützlich fühlen).

Der Orangensaft braucht dann zwar etwas länger, aber sie ist stolz wie Oskar *g*:

Hier ein Video davon (2,5 MB).

Mit Hund und Katze spielt Lydia auch sehr gern (Video Lydia mit Coco, 3,5 MB).

Coco ist jetzt gerade in der Pubertät, es gibt zwar keine Trotzanfälle, aber sie ist sehr wild. Neulich kam ich morgens in die Küche und fand meine Glasteekanne auf dem Fußboden vor, denn eine normale Katze kann ja nicht aus diversen Katzentrinknäpfen, die herumstehen, trinken, nein, sie muss natürlich aus dem Glas mit einem Ableger drin auf der Küchenzeile vor dem Fenster hinter der Teekanne trinken. Logischerweise natürlich dabei auch mal die Teekanne runterschmeißen, so dass Mamas erste Aufgabe es ist, noch vor dem morgendlichen Kaffee die ganze Küche zu fegen. Dabei steht Lydia natürlich auf und ich muss ganz streng den Arm ausstrecken und sagen "BLEIB DA STEHEN!!!", bevor sie durch die Splitter läuft. Glücklicherweise habe ich ein sehr kluges Kind, das zunächst schweigt, bis ich fertig bin und dann sagt "MORGEN, MAMA!". Ich hab mich wirklich weggeschmissen.

Ansonsten habe ich noch nicht wirklich verstanden, warum ein Kleinkind zum Beispiel einen Katzennapf im ganzen Haus herumtragen und Katzenfutter überall hinstreuen muss, aber Gott sei Dank haben wir ja auch einen Hund, der ab und zu mal den Staubsauger spielen muss. Ach ja, für den Hauptverdächtigen muss Laila auch immer herhalten, denn immer, wenn ich frage "wer war das?", heißt es "Laila", ganz selten auch mal "Coco" oder "Pinky". Lydia ist es jedenfalls nie gewesen.

Wo wir schon bei den Dingen sind, die die Mama nicht wirklich versteht, dann könnten wir auch mal das Thema Trotzphase anschneiden. Da ist Lydia ja nun drin, mal mehr, mal weniger. Zur Zeit mehr. Gestern habe ich (wie so oft) gegen die Menschenrechte verstoßen, indem ich ihr die Fliegenklatsche weggenommen habe, mit der sie mich schlug. Ich dachte, das ist pädagogisch sinnvoller als zurückschlagen. Nun ja. Daraufhin heulte sie ca. eine 3/4h lang. Ein Wutanfall ohnegleichen. Wo da jetzt der Zusammenhang besteht zwischen dem und der "Persönlichkeitsfindung" des Kleinkindes ist mir nicht wirklich klar.

Amnesty International wird wohl nicht für Mütter da sein, oder?

Hier 2 Videos von einem gaaaaaaaaanz harmlosen Mini-Trotzanfall (auch hier verstehe ich nicht wirklich, worum es geht)
Video 1 (2,5 MB)
Video 2 (3,5 MB)

Dann mache ich mal besser weiter, sonst sitze ich noch übermorgen hier.

Ein paar diverse:

Spaß im Bad:

Ein Gesichtwaschvideo hier (3,5 MB).

Ein paar Paros-Ansichten:

(der Hauptplatz in Parikia wird neu gemacht, alles aufgebuddelt, Spielplatz weg)

(der Hauptplatz in Naoussa wird neu gemacht, alles aufgebuddelt, Spielplatz noch da)

Nochmal Naoussa, mit Lydia beim Gänse kucken:

Auf dem Nachhauseweg fahren wir an Pinky vorbei, der die Aussicht bewundert. Mäuse bringt er jedenfalls nicht mit nach Hause. Das ist der schwarze Punkt etwa links von der Mitte. Mama findet natürlich auch die Aussicht und die Wolken beachtenswert:

Unser Ausblick beim morgendlichen Aufstehen (bei gutem Wetter) aus dem Wohnzimmerfenster:

Hier mal wieder ein Grund, warum ich finde, dass man in Griechenland dem Himmel ein wenig näher ist:

Von Angeliki werde ich zu einer tollen Party geschleppt, die tagsüber stattfindet, während Lydia beim Papa ist. Die Griechen können feiern, das muss man ihnen lassen!

Sorry, der Mann hat eine Pfote im Gesicht, um seine Persönlichkeitsrechte zu schützen...

Tanzen am Strand:

Wer ist das?!?

Die Aussicht von dort, das war in einer Kneipe in Naoussa (zusammengefügtes Bild).

Angeliki, die es sich glaube ich zum Ziel gemacht hat, mich in die Gesellschaft einzuführen. Eine Babysitterin habe ich jetzt auch, ich könnte also theoretisch auch mal abends ausgehen ;-).

Hier 2 griechische Party-Tanz-Videos (lohnt sich!):
Video 1 (ca. 4 MB)
Video 2 (ca. 4 MB)

Dann ein langer Spaziergang mit Lydia:

Unsere erste Mohnblume gesichtet, aber Lydia riecht nix (ich auch nicht).

Ein paar weitere Spaziergangs-Ansichten. Ich hoffe, ich langweile euch nicht, denn die gabs bestimmt schon letztes Jahr!). Ihr wisst doch, ich liebe die Makrofunktion meiner Kamera....):

Uff, ich glaube, das war es dann für heute. Ich versuche sobald wie möglich den Rest nachzuholen und die nächsten Wochen regelmäßiger zu gestalten.

Danke für eure Aufmerksamkeit und liebe Grüße,
Martina

> Hier geht es weiter: Februar 2006 <



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zuletzt upgedatet am 02.02.2007 20:46 © & design: martina blair 2006email